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Unsere Geschichte und wie alles begann.

Unsere Geschichte und wie alles begann.

Es folgt eine Beitrag
von etwa 5 Minuten Vorlesedauer.

Es folgt ein Beitrag von etwa 5 Minuten Vorlesedauer.

Wie aus einer Unterschrift, die niemand leisten wollte, ein digitales Sportangebot für tausende wurde:

Es ist Anfang 2017. Lydia will – wie so viele andere – ihre guten Vorsätze fürs neue Jahr ernst nehmen. Sie vereinbart ein betreutes Probetraining im Fitnessstudio. Einmal alles erklärt bekommen, Geräte kennenlernen, Wege zeigen lassen. Danach selbstständig trainieren. Klingt banal. Ist es aber nicht. Denn am Ende des Trainings kommt der Schock.

Ein schlechter Scherz:

Ein schlechter Scherz:

In ihrem Vertrag wurde der Abschnitt zur Haftung umgeschrieben. Neben „Training auf eigene Gefahr“ stand dort plötzlich, dass Lydia selbst bei einem Unfall durch defekte Geräte ohne eigenes Verschulden keinerlei Anspruch auf Schmerzensgeld oder Ausgleich hätte.

Oder anders gesagt: Wenn die Sprossenwand wegen einer kaputten Verankerung samt Lydia zu Boden geht – Pech gehabt. Mit ihrer Sehbehinderung hatte das nichts zu tun. Mit Verantwortung schon. Lydia unterschreibt nicht.

Enttäuscht schreibt sie über den Vorfall auf ihrem Blog Lydiaswelt.com. Der Fall landet in den lokalen Nachrichten, das Fitnessstudio entschuldigt sich. Doch trainieren möchte Lydia dort trotzdem nicht mehr.

Wenn Barrieren größer sind als der innere Schweinehund:

Wenn Barrieren größer sind als der innere Schweinehund:

Das eigentliche Problem beginnt danach. Das nächste Fitnessstudio? Auf der anderen Seite einer viel befahrenen Straße – ohne Blindenampel. Ein anderes: 20 Minuten Fußweg von der nächsten Bushaltestelle. Ein weiteres: gut erreichbar, aber dreimal so teuer.

Lydia bringt es später auf den Punkt: „Den inneren Schweinehund davon zu überzeugen, regelmäßig Sport zu treiben, ist schon Herausforderung genug. Doch die Barrieren lassen den Schweinehund zum geringsten Problem werden.“

Vom „Da müsste mal jemand…“ zum „Dann machen wir das jetzt“:

Vom „Da müsste mal jemand…“ zum „Dann machen wir das jetzt“:

Fast forward ins Jahr 2022. Abendessen am Esstisch. Fitnessstudios kommen zur Sprache. Lydia erzählt die Geschichte Max, dem Mann ihrer Tochter. Ungläubigkeit. Diskussion. Kopfschütteln. Schnell wird klar: Was Lydia erlebt hat, ist kein Einzelfall. Und Sport – eigentlich essenziell für körperliche und mentale Gesundheit – wird Menschen mit Behinderung unnötig schwer gemacht. Aus „Da müsste mal jemand was tun“ wird an diesem Abend: „Dann machen wir das jetzt.“

Was als familiäre Diskussion beginnt, entwickelt sich rasch zu einer konkreten Idee. Gemeinsam wird überlegt, wie sich Barrieren im Sport abbauen lassen – pragmatisch, wirksam und nah an den tatsächlichen Bedürfnissen Betroffener. Eine Umfrage über Facebook sowie die Verteiler des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands und des Blinden- und Sehbehindertenverbunds Hessen bestätigt schnell das Bauchgefühl: Der Bedarf ist groß. Die bestehenden Angebote sind es nicht.

Endlich, die Gründung von Bewegte Inklusion:

Endlich, die Gründung von Bewegte Inklusion:

Nach mehreren Monaten intensiver Konzeptarbeit und formaler Vorbereitung wird Bewegte Inklusion Anfang 2023 offiziell gegründet.

Die inhaltliche Entwicklung und Ausgestaltung der Projekte wird dabei von Beginn an maßgeblich von Layla, der Tochter von Lydia, geprägt, die ihre fachliche Erfahrung im Bereich Physiotherapie und Kursleitung einbringt und die operative Umsetzung der Angebote verantwortet.

Und dann kam die Frage: Wie erreichen wir mehr als eine Region?

Und dann kam die Frage: Wie erreichen wir mehr als eine Region?

Zunächst stehen regionale Projekte im Fokus. Doch schnell wird klar: Das Problem existiert nicht nur im Rhein-Main-Gebiet. Sondern überall. Ende 2023, wieder am Esstisch, die nächste Frage: Wie erreichen wir blinde und sehbehinderte Menschen bundesweit? Die Antwort liegt – auch dank Corona – auf der Hand: digitale Angebote. Aber wie? Und wie finanzieren?

Hier kommen Laylas Erfahrung in der Leitung digitaler Fitness- und Gesundheitsangebote ins Spiel und sie übernimmt die Projektleitung für das durch die Aktion Mensch geförderte Projekt „Fitness zum Hören“. Der Startschuss für die digitale Ausrichtung von Bewegte Inklusion.

Audio statt Bildschirm. Freiheit statt Abhängikeit.

Audio statt Bildschirm. Freiheit statt Abhängikeit.

Heute kombiniert Bewegte Inklusion eine Fitness-App namens "Fitness zum Hören", die Audiokurse und begleitete Live-Kurse miteinander verbindet.

Alle Fitnesskurse gibt es in 2-Facher Ausführung. Eine lange Version mit ausführlichen Erklärungen, um jede Übung von Grund auf zu verstehen. Und eine kurze Version mit verkürzter Erklärung, um mehr Zeit zum schwitzen zu haben. Live-Kurse ergänzen das Training durch persönliche Begleitung: Fragen können gestellt, die Übungsausführung von Expert:innen begleitet und die Motivation der Gruppe genutzt werden.

Neben der Fitness-App bietet Bewegte Inklusion digitale Sportevents und arbeitet aktuell an der Entwicklung kassenzertifizierter Präventionskurse.

Das Ergebnis? Nicht nur mehr Bewegung, sondern mehr Selbstbestimmung.

Feedback Stimmen:

Feedback Stimmen:

Eine Nutzerin sagt sinngemäß: „Endlich kann ich meiner Liebe zur Bewegung nachgehen, ohne auf andere angewiesen zu sein.“

Ein anderer Rückmeldung aus den Live-Kursen: „Ich bleibe zum ersten Mal wirklich dran – weil ich mich gesehen fühle und nicht allein trainiere.“

Und spannend: Immer mehr sehende Menschen entdecken Audiofitness für sich. Lisa sagt: „Meine Bildschirmzeit ist schon hoch genug. Beim Sport tut es gut, mal nicht draufzuschauen.“

Tanja ergänzt: „Mit Kindern ist Audiofitness Gold wert. Keine zusätzliche Bildschirmzeit – und ich kann im Pyjama trainieren, ohne mich schlecht zu fühlen.“

Was wir gelernt haben

Was wir gelernt haben

Bewegung braucht keine perfekten Räume. Keine Hochglanzstudios. Und keinen Vertrag, den niemand unterschreiben möchte. Sie braucht Zugang. Flexibilität. Und Angebote, die sich an echte Lebensrealitäten anpassen. Genau daran arbeiten wir bei Bewegte Inklusion – jeden Tag.

Das ist unser Team.

Das ist unser Team.

Es folgt eine Vorstellung von 6 Personen.

Es folgt eine Vorstellung von 7 Personen.

Ein Bild vom Teammitglied Lydia. Sie lächelt in die Kamera und trägt eine Winterjacke.

Lydia Zoubek

Lydia Zoubek

Geschäftsführerin, Beraterin beim BSBH und Aufklärungsbloggerin

Geschäftsführerin, Beraterin beim BSBH und Aufklärungsbloggerin

„Von Geburt an habe ich einen Sehrest von unter 2%. Unter Anderem, mit meinem Blog lydiaswelt.com, engagiere ich mich seit vielen Jahren für den Abbau von Vorurteilen und das Verbreiten von Wissen.“

„Von Geburt an habe ich einen Sehrest von unter 2%. Unter Anderem, mit meinem Blog lydiaswelt.com, engagiere ich mich seit vielen Jahren für den Abbau von Vorurteilen und das Verbreiten von Wissen.“

Ein Bild vom Teammitglied Martin. Er lächelt in die Kamera. Er trägt eine blaue Mütze und eine Sonnenbrille.

Martin Leopold Zoubek

Martin Leopold Zoubek

Gesellschafter und Berater beim BSBH

Gesellschafter und Berater beim BSBH

„Meine Sehbehinderung habe ich von Geburt an. Als Schwerbehindertenvertreter habe ich mich viele Jahre für die Rechte und Bedürfnisse anderer Menschen mit Behinderung eingesetzt.“

„Meine Sehbehinderung habe ich von Geburt an. Als Schwerbehindertenvertreter habe ich mich viele Jahre für die Rechte und Bedürfnisse anderer Menschen mit Behinderung eingesetzt.“

Ein Bild vom Teammitglied Maximilian. Er trägt eine Kappe und ist lächelnd in der Hocke. In seinem Arm ist sein Hund.

Maximilian Fessel-Quentin

Maximilian Fessel-Quentin

Gesellschafter und Fitnesstrainer

Gesellschafter und Fitnesstrainer

„Seit dem ich meinen ersten Schritt ins Fitnessstudio gemacht habe wusste ich, dass ich hier richtig bin. Die Sportwelt möchte ich mit Bewegte Inklusion allen Menschen zugänglich machen.“

„Seit dem ich meinen ersten Schritt ins Fitnessstudio gemacht habe wusste ich, dass ich hier richtig bin. Die Sportwelt möchte ich mit Bewegte Inklusion allen Menschen zugänglich machen.“

Ein Bild vom Teammitglied Layla. Sie hat braune lockige Haare, lächelt in die Kamera und umarmt ihren Hund.

Layla Fessel-Quentin

Layla Fessel-Quentin

Projektleitung Physiotherapeutin und Kurstrainerin

Projektleitung Physiotherapeutin und Kurstrainerin

„Als gelernte Physiotherapeutin und langjährige Fitnesstrainerin, verbinde ich das Beste aus beiden Welten für unsere Projekte.“

„Als gelernte Physiotherapeutin und langjährige Fitnesstrainerin, verbinde ich das Beste aus beiden Welten für unsere Projekte.“

Ein Bild vom Teammitglied Chantal. Sie trägt ein blaues Hemd und lächelt in die Kamera.

Chantal Hoffmann

Chantal Hoffmann

Projektmanagement und Art Direction

Projektmanagement und Art Direction

„Als ausgebildete Mediengestalterin sorge ich dafür, dass unsere Projekte sowohl optisch als auch strategisch überzeugen – mit dem Ziel, barrierefreie Erlebnisse für alle zu schaffen.“

„Als ausgebildete Mediengestalterin sorge ich dafür, dass unsere Projekte sowohl optisch als auch strategisch überzeugen – mit dem Ziel, barrierefreie Erlebnisse für alle zu schaffen.“

Ein Bild vom Teammitglied Maleen. Sie trägt ein grünes Sportoberteil und lächelt in die Kamera

Maleen Stingl

Maleen Stingl

Kurstrainerin für Zoomkurse und Audiokurse

Kurstrainerin für Zoomkurse und Audiokurse

„Als ausgebildete Sport- und Bewegungstrainerin mit langjähriger Erfahrung im Functional Training leite ich mit Empathie und Fachwissen die barrierefreien Zoom- und Audiokurse.“

„Als ausgebildete Sport- und Bewegungstrainerin mit langjähriger Erfahrung im Functional Training leite ich mit Empathie und Fachwissen die barrierefreien Zoom- und Audiokurse.“

Ein Bild vom Teammitglied Cornelia. Sie trägt eine weiße Bluse und lächelt in die Kamera.

Cornelia Fessel-Quentin

Cornelia Fessel-Quentin

Projektleitung für Prävention und Stressabbau

Projektleitung für Prävention und Stressabbau

„Ich bringe die psychologische Expertise durch eine Ausbildung in Psychologie, sowie über 20 Jahre Berufserfahrung als Coach mit.“

„Ich bringe die psychologische Expertise durch eine Ausbildung in Psychologie, sowie über 20 Jahre Berufserfahrung als Coach mit.“

Du würdest gerne mit uns in Kontakt kommen?

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Ob du selbst ein barrierearmes Bewegungsangebot suchst, als Organisation kooperieren möchtest oder als Förderpartner:in an nachhaltiger Wirkung interessiert bist – Schreib uns gerne eine Mail! Denn Sport sollte kein Privileg sein. Sondern eine Möglichkeit für alle.